Traditionell wurde die Kardiologie stark auf männliche Patientendaten gestützt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen aber, dass sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen häufig anders äußern und auch anders behandelt werden sollten.
So können z.B. Herzinfarkte bei Frauen mit unspezifischen Symptomen auftreten – etwa Atemnot, Übelkeit oder Rückenschmerzen – und bleiben daher länger unerkannt.
Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse
Auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) wurde die REBOOT-Studie vorgestellt:
Demnach war bei Frauen nach einem Herzinfarkt eine Behandlung mit Beta-Blockern mit einer schlechteren Prognose verbunden (European Heart Journal).
Dieses Ergebnis verdeutlicht, dass Therapiekonzepte nicht automatisch zwischen den Geschlechtern übertragbar sind.
Auch hormonelle Faktoren spielen eine bedeutende Rolle:
Aktuelle Daten der European Association for the Study of Diabetes (EASD) zeigen, dass Patientinnen mit Typ-II-Diabetes unter einer zusätzlichen Hormontherapie ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufweisen. Dabei zeigte sich die transdermale Anwendung (z. B. Pflaster oder Gel) als günstiger im Vergleich zur oralen Gabe.
Eine im JAMA Network Open veröffentlichte Analyse von 1079 klinischen Studien belegt zudem, dass Frauen weiterhin unterrepräsentiert sind – mit nur 41 % weiblichen Studienteilnehmerinnen.
Dies unterstreicht die Notwendigkeit, frauenspezifische Forschung und eine geschlechtssensible Kardiologie weiter zu stärken.
Als Fachärztin für Innere Medizin, Kardiologie sowie Sport- und Sozialmedizin begleite ich Sie mit langjähriger Erfahrung und einem ganzheitlichen Blick auf Ihre Herzgesundheit. Zusatzqualifikationen als Hypertensiologin, Gendermedizinerin, Ernährungsmedizinerin und kardiovaskuläre Präventivmedizinerin ergänzen mein Behandlungsspektrum. Meine berufliche Laufbahn führte mich über die Charité Berlin und das Deutsche Herzzentrum Berlin bis zur eigenen Praxisgründung: Seit 2001 war ich in Berlin zunächst in eigener Praxis, später im eigenen MVZ niedergelassen. Seit 2014 bin ich zudem mit eigener Praxis in Werder vertreten – in enger Kooperation mit renommierten Kliniken der Region.“
In meiner Praxis stehen Sie mit Ihrer persönlichen Lebenssituation, Ihrer Herzgesundheit und Ihrem individuellen Risikoprofil im Mittelpunkt. Denn: Herz-Kreislauf-Erkrankungen verlaufen bei Frauen und Männern oft unterschiedlich – in Symptomen, Diagnostik und Therapie.
Ich verbinde modernste kardiologische Diagnostik mit geschlechtsspezifischem Wissen und individueller Beratung. Mein Ziel ist es, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, passgenau zu behandeln und die Herzgesundheit langfristig zu fördern – bei Frauen wie bei Männern.
Ihr Herz verdient eine individuelle Perspektive.
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Beim kardiologischen Checkup wird das individuelle Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen überprüft. Eine Verkalkung der Herzkranzgefäße oder der Halsgefäße soll im Vorfeld eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls aufgedeckt werden.
Caritas omnia potest - Medizin ist mehr als reine Wissenschaft - sie ist gelebte Zuwendung
Dank moderner Ausstattung ist unsere Behandlungsmethodik state of the art.
Die Behandlung ist auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten.
Ein gendermedizinischer Check-up in der Kardiologie bezieht sich auf die spezifische Untersuchung und Bewertung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede. Dieser Check-up zielt darauf ab, die besonderen Risiken und Symptome, die bei Männern und Frauen unterschiedlich ausgeprägt sein können, zu identifizieren und zu analysieren. Durch diesen Ansatz wird sichergestellt, dass die Diagnosen und Behandlungen auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abgestimmt sind.
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Die Gendermedizinische Beratung im Bereich der Inneren Medizin/Kardiologie erfasst Unterschiede in der Prävention sowie Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch die Therapie mit Medikamenten wird hierbei unter dem Aspekt der Gendermedizin geprüft.
Dabei fließen hormonelle Einflüsse, unterschiedliche Symptomverläufe und geschlechtsspezifische Risikofaktoren in die individuelle Beurteilung mit ein.
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